Das Hochbeet-Projekt des Hortes Malteserstraße

Die Idee

Bei Gesprächen über das Kochen mit den Kindern entstand die Idee, Kräuter und Gemüse selbst anzubauen. Neben dem Spaß soll dabei bei den Kindern auch ein bewusstes Empfinden für eine gesunde Ernährung, einen bewussten Konsum  gärtnerischer Erzeugnisse und eine Wertschätzung für den Aufwand bei Anbau, Pflege und Ernte der Pflanzen und Kräuter vermittelt werden. Für unsere Kinder, die überwiegend nicht über Gärten in ihrem Elternhaus verfügen, ist das Projekt eine zusätzliche wertvolle Erfahrung. Das Hochbeet-Projekt war geboren.

Der vorbereitende Plan

Die benötigten Baumaterialien sollten kostengünstig und aus leicht zu beschaffenden Teilen bestehen. Neben Besuchen in einem nahegelegenen Baumarkt wurden auch umliegende Baustellen hinsichtlich verwertbarer Materialien besucht. Im Baumarkt ließen sich die Kinder fachlich beraten und suchten nach geeigneten Materialien für den Bau. So entstand der Plan, das Gerüst des Hochbeetes aus Holzpaletten einer Baustelle zu erstellen.

Der Bau

Mit Akku-Bohrschrauber, Schrauben und Winkeln wurde der Korpus der Hochbeete zusammen gezimmert. Am Boden wurde ein Kaninchendraht angebracht, um das Eindringen von Mäusen und anderen Nagern zu verhindern.Anschließend wurden die Innenwände und der Boden mit einem Unkrautfließ ausgekleidet und einem Tacker befestigt. Dies verhindert das seitliche Entweichen des später eingefüllten Bodens. Bei allen Arbeiten haben die Kinder tatkräftig Hand angelegt.

Das Anlegen des Beetes

Zunächst wurde an der Basis eine Schicht aus Ästen, Zweigen und Blättern eingebracht, die die Funktion einer Drainage hat, um Staunässe entgegen zu wirken. Die benötigten Materialien, zum Beispiel  Strauchschnitt, wurden aus umliegenden Gärten organisiert und mit der Schubkarre selbst abgeholt. Das Material wurde vor dem Einbau sortiert und in die richtige Größe zugeschnitten. Auf das grobe Material wurden zur Verdichtung grüne Erntereste und Grasschnitt gefüllt und fest getreten, um  ein Absacken der Pflanzerde zu verhindern. Darüber wurde Pflanzerde in zwei Zusammensetzungen aufgefüllt. Zuerst wurde eine  gröbere und anschließend eine feinere Hochbeeterde  eingebaut.

Nach dem fertigen Anlegen und Befüllen des Hochbeetes wurde das Gestell von außen von den Kindern bemalt und erhielt den Namen „grünes Zimmer“. Das Namensschild wurde sichtbar am Hochbeet angebracht.

Die Bepflanzung

In Abstimmung mit den Kindern wurden Kräuter und Gemüsesamen besorgt und fachmännisch in feinen Furchen ausgesät. Die Erde wurde angedrückt und vorsichtig gewässert. Es begann die Phase der Beobachtung und des Hoffens auf ein gutes Gelingen. Die Versorgung und Beobachtung erfolgte in dieser Zeit regelmäßig und gespannt durch Kinder und Erzieher. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten und man konnte die ersten Keime sprießen sehen.

Ernte

Durch die gute Pflege des Hochbeetes und der Kleingartenkulturen konnte bereits nach wenigen Monaten eine erfolgreiche Ernte von Salat, Radieschen und Kräutern erfolgen. Beim Sommerfest wurden geerntete Salatblätter und Kräuter von den Kindern auf Broten genüsslich verzehrt.

Ausblick

Wir hoffen noch auf eine erfolgreiche Ernte von Erbsen, Möhren und Tomaten und nicht zuletzt auf eine Projektfortführung im nächsten Jahr.

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